Ostermeditation: „Der Stein ist weggewälzt“

Der Stein ist weggewälzt.
Das Grab geöffnet.
Der Tod besiegt.

Jesus:
Er hat so manchen Stein ins Rollen gebracht,
so manchen Stein von den Herzen der Menschen weggewälzt,
so manch schwere Last von den Schultern Bedrückter abfallen lassen.

Jesus:
Er hat so manche Gräber geöffnet:
Gräber, in denen das Leben verscharrt wurde,
Gräber, in denen Hoffnungen beerdigt wurden.

Jesus:
Sein Leben hat dem Tod getrotzt,
seine Liebe hat den Tod durchkreuzt,
sein Herzblut hat die Fesseln des Todes durchbrochen.

Jesus lebt!

Nach Galiläa ist er uns vorausgegangen.
Dorthin, wo alles angefangen hat.
Dorthin, wo er Menschen von Gottes Liebe erzählt.
Dorthin, wo er Menschen Vertrauen schenkt.
Dorthin, wo sein Herzblut und seine Liebe pulsieren.

Jesus lebt!

Dort, wo wir selber Steine wegwälzen.
Dort, wo wir selber befreiend wirken.
Dort, wo wir begrabene Hoffnungen zum Leben erwecken.
Dort, wo wir verscharrtes Vertrauen wiederfinden.
Dort, wo unser Herzblut fliesst füreinander.

Jesus lebt!
Dort, wo wir im österlichen Licht im Gesicht des anderen unsere Schwester oder unseren Bruder entdecken.

Impuls zum Palmsonntag: wahre Fans

Liebe Mitfeiernde

Viele Sportmannschaften, Sänger, Schauspieler und andere Idole haben Fans. Sie jubeln ihnen zu, wenn sie Erfolg haben und die Erwartungen der Fans erfüllt haben. Fall jedoch diese Erwartungen mal nicht erfüllt werden und die Fans enttäuscht sind, werden diese Idole und Sportmannschaften meist mit Buh-Rufen eingedeckt.

Auch Jesus wurde beim Einzug nach Jerusalem zugejubelt. Er hat in diesem Moment unzählige Fans. Doch auch bei Jesus ist der Jubel bald ins Gegenteil umgeschwappt. Denn die Menschen hatten damals viele Erwartungen an ihn, v.a. meinten einige, dass er eine weltliche Königsherrschaft antritt und den Umsturz der römischen Herrschaft herbeiführt. Andere wiederum erwarteten von ihm ein Kooperieren mit den führenden Machthabern.

Fans, damals wie heute, können also ein Segen sein für eine Mannschaft oder ein Idol, aber auch ein Fluch, da der Jubel schnell in Buh-Rufe übergehen kann.

Wahre Fans jedoch ticken anders. Sie halten zu ihrem Klub oder ihrem Idol, auch wenn die Erwartungen nicht erfüllt werden, einfach weil sie die Person und seine Botschaft oder die Mannschaft mit ihren Stärken und Schwächen schätzen.

Und genau dazu sind wir auch bei Jesus aufgefordert: dass wir nämlich wahre Fans werden von Jesus und dass wir seine Botschaft und seinen Lebensinhalt wertschätzen, und so erkennen, was wir wirklich an ihm haben.

Ein wirklich wahrer Fan ist jedoch aus meiner Sicht Jesus selber, nämlich ein wahrer Fan der Menschen. Denn er wusste um die Stärken wie auch um die Schwächen des Menschen. Aber er hat immer auf seine Stärken gebaut und ihm oft viel mehr zugetraut hat als der Mensch sich selber je zugetraut hätte.

Und ich denke gerade diese Tatsache, diese Liebe, die uns so Jesus geschenkt hat mit seinem Leben und Sterben ist wirklich ein Grund zum Jubeln!
In dem Sinn möchte ich Sie alle einladen, selber zu wahren Fans von Jesus zu werden und so auf Jesus und seine Liebe zu vertrauen und sie hochleben zu lassen, indem wir sie in unser Leben einfliessen lassen.

Schön wäre es aber ebenso, wenn wir auch unseren Mitmenschen als wahre Fans begegnen, indem wir zu ihnen halten, auch wenn es mal nicht rund läuft, und sie schätzen so, wie sie sind, mit all ihren Schwächen und Stärken.

Amen.

Predigt zum 4.Fastensonntag: Vertrauen auf Jesus

Joh 3,14-21:

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes. In jener Zeit sprach Jesus zu Nikodémus:

Wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, in ihm das ewige Leben hat. Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er an den Namen des einzigen Sohnes Gottes nicht geglaubt hat. Denn mit dem Gericht verhält es sich so: Das Licht kam in die Welt, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren böse. Jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit offenbar wird, dass seine Taten in Gott vollbracht sind.

Liebe Mitfeiernde

Das Evangelium von heute steht mitten in einem Gespräch zwischen Nikodemus und Jesus.

Nikodemus will in diesem Gespräch die Bedeutung von Jesus für die Menschen herausfinden.

Erläutert wird uns seine Bedeutung schliesslich mit dem Bild des Kreuzes, mit dem der Menschensohn erhöht wird.

Es wird hier ein Vergleich gemacht mit dem Blick auf die Schlange aus Erz, die von Mose in die Höhe gehalten werden musste, um den durch Schlangenbisse verwundeten Israeliten Heilung zu bringen.
Indem einige von ihnen in der Wüste, nach dem Auszug aus Ägypten von Schlangen gebissen wurden, gab Gott Mose den Auftrag, eine eiserne Schlange an einem Stock in die Höhe zu halten, damit alle Verwundeten den Blick darauf richteten und damit geheilt wurden.

Der Evangelist Johannes sagt mit diesem Vergleich von Jesus am Kreuz und dieser Schlange am Stab, die wir als Bild für medizinische Hilfe und Apotheken gut kennen, dass unser Blick auf Jesus am Kreuz uns ebenso Heilung bringen kann.

Doch wie kann das geschehen?
Geht es um eine Verherrlichung des Todes von Jesus?
Geht es darum, dass Gott durch den Tod seines eigenen Sohnes besänftigt worden ist?

Nein, ich denke, dass uns besonders folgender Satz die Bedeutung näher bringt, wie uns Jesus Heil bringt: „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab.“

Und diese Hingabe meint nicht nur den Tod, sondern vielmehr sein ganzes Leben aus Liebe.
Mit seiner Zuwendung zu den Menschen, die er gelebt hat, mit seinen Heilungen, seinen Ermutigungen und seinem befreienden Wirken hat Jesus uns Gottes Liebe zu uns Menschen sichtbar gemacht.
Und er liess sich dabei auch vom Tod nicht aufhalten. Er lebte seine Liebe mit dieser letzten Konsequenz, die seinen Tod zur Folge hatte. Und damit hat sich Jesus gewissermassen selbst erhöht.

Der Blick auf die Erhöhung von Jesus am Kreuz ist damit nicht nur auf seinen Tod gerichtet, sondern vor allem auf sein mit ganzem Herzblut gelebtes Leben.

Diesen Blick erklärt Johannes in seinem Evangelium zusätzlich mit dem griechischen Wort „pisteuein“, das im Text mit „glauben“ übersetzt wurde, aber genauso „vertrauen“ meint.

Denn wenn wir auf Jesus, auf sein ganzes Leben vertrauen und wir unser eigenes Leben darauf bauen, dann kann uns dies davor bewahren gerichtet zu werden, wie wir gehört haben.
Anders gesagt, gibt uns Johannes damit zu verstehen, dass wir mit unserem Vertrauen auf Jesus und mit unserer Entscheidung, wie wir unser Leben gestalten wollen im Hier und Jetzt uns sozusagen selber richten. Wir entscheiden uns durch unser Tun selber für das Licht oder die Finsternis, für die Wahrheit oder die Lüge.

Durch unser Vertrauen auf Jesus kommt uns aber Hilfe zu, im Licht zu bleiben, und es hilft uns selber die Anliegen von Jesus und sein Herzblut in unser eigenes Leben einfliessen zu lassen.

In der Passions- und Osterzeit hören und lesen wir oft den Satz „Jesus, gestorben und hingegeben für unsere Sünden“.

Wenn wir den Blick auf sein ganzes Leben richten, wird aus meiner Sicht auch diese Aussage besser verständlich, besonders auch mit den Gedanken, die wir eben gehört haben.

Denn wenn wir auf das Leben von Jesus schauen, ihm unser ganzes Vertrauen schenken, sein Herzblut in unser Blut übergehen lassen, dann gelingt es uns, der Sünde fernzubleiben.

Und Sünde meint ja nichts anders als all das, was uns von Gott, unseren Mitmenschen und uns selber trennt.

Wenn wir auf Jesus bauen, in seinem Geist zu leben versuchen und der Wahrheit und Ehrlichkeit treu bleiben, fördern wir dadurch Vertrauen und schaffen Raum für das Licht, das Licht der Wahrheit, der Liebe und des Lebens. Und dieses Licht können wir auch in uns selber entdecken und mit unserem Leben für alle leuchten lassen.

Liebe Mitfeiernde

Ich wünsche uns von Herzen, dass es uns gerade in dieser Zeit auf dem Weg nach Ostern gelingt, dass wir mit dem Blick auf Jesus am Kreuz auch sein ganzes Leben im Blick haben.

Und ich wünsche uns, dass wir so sein Herzblut in unserem Tun und Handeln spüren dürfen, und wir damit lichtvoll und heilsam durchs Leben gehen können.

Amen.

Mitleiden Gottes (Predigt zur versuchten Opferung Isaaks; alternative Predigtversion)

„Lesung Aus dem Buch Genesis:

Nach diesen Ereignissen stellte Gott Abraham auf die Probe. Er sprach zu ihm: Abraham! Er antwortete: Hier bin ich. Gott sprach: Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du liebst, Isaak, geh in das Land Morija und bring ihn dort auf einem der Berge, den ich dir nenne, als Brandopfer dar. [Frühmorgens stand Abraham auf, sattelte seinen Esel, holte seine beiden Jungknechte und seinen Sohn Isaak, spaltete Holz zum Opfer und machte sich auf den Weg zu dem Ort, den ihm Gott genannt hatte. Als Abraham am dritten Tag aufblickte, sah er den Ort von weitem. Da sagte Abraham zu seinen Jungknechten: Bleibt mit dem Esel hier! Ich will mit dem Knaben hingehen und anbeten; dann kommen wir zu euch zurück. Abraham nahm das Holz für das Brandopfer und lud es seinem Sohn Isaak auf. Er selbst nahm das Feuer und das Messer in die Hand. So gingen beide miteinander.] Nach einer Weile sagte Isaak zu seinem Vater Abraham: Vater! Er antwortete: Ja, mein Sohn! Dann sagte Isaak: Hier ist Feuer und Holz. Wo aber ist das Lamm für das Brandopfer? Abraham entgegnete: Gott wird sich das Opferlamm aussuchen, mein Sohn. Und beide gingen miteinander weiter. Als sie an den Ort kamen, den ihm Gott genannt hatte, baute Abraham den Altar, schichtete das Holz auf, fesselte seinen Sohn Isaak und legte ihn auf den Altar, oben auf das Holz. Schon streckte Abraham seine Hand aus und nahm das Messer, um seinen Sohn zu schlachten. Da rief ihm der Engel des Herrn vom Himmel her zu: Abraham, Abraham! Er antwortete: Hier bin ich. Jener sprach: Streck deine Hand nicht gegen den Knaben aus und tu ihm nichts zuleide! Denn jetzt weiß ich, dass du Gott fürchtest; du hast mir deinen einzigen Sohn nicht vorenthalten. Als Abraham aufschaute, sah er: Ein Widder hatte sich hinter ihm mit seinen Hörnern im Gestrüpp verfangen. Abraham ging hin, nahm den Widder und brachte ihn statt seines Sohnes als Brandopfer dar. [Abraham nannte jenen Ort Jahwe-Jire – der Herr sieht -, wie man noch heute sagt: Auf dem Berg lässt sich der Herr sehen.] Der Engel des Herrn rief Abraham zum zweiten Mal vom Himmel her zu und sprach: Ich habe bei mir geschworen – Spruch des Herrn: Weil du das getan hast und deinen einzigen Sohn mir nicht vorenthalten hast, will ich dir Segen schenken in Fülle und deine Nachkommen zahlreich machen wie die Sterne am Himmel und den Sand am Meeresstrand. Deine Nachkommen sollen das Tor ihrer Feinde einnehmen. Segnen sollen sich mit deinen Nachkommen alle Völker der Erde, weil du auf meine Stimme gehört hast.“

Liebe Mitfeiernde
Ich weiss nicht, wie es Ihnen ergeht, aber für mich ist die heutige Lesung aus dem Genesisbuch, ziemlich schockierend.
Die versuchte Opferung Isaaks lässt einen zunächst einmal leer schlucken.
Und als ich diesen Text gelesen habe in der Vorbereitung wusste ich, dass ich dazu predigen muss, da ich dazu einfach nicht schweigen kann.
Doch es ist ein schwieriger Text. Und ich habe einige Kommentare und Auslegungen dazu gelesen und muss sagen, dass auch da die meisten mit dieser Geschichte, dieser Prüfung Abrahams ringen.
Es gibt nirgends eine klare Antwort darauf, wie wir mit diesem Text umgehen sollen. Ja sogar die Bibel selber widerspricht dieser Versuchung oder Prüfung Abrahams durch Gott. Denn im Jakobusbrief wird festgehalten, dass Gott niemals Menschen in Versuchung führt.
Denn was wäre das für ein Gott, der Abraham auf die Probe stellt, indem er ihn auffordert, seinen eigenen Sohn zu töten. Das ist nicht nur unmenschlich, sondern auch ungöttlich! Es ist einfach nur abscheulich!
Zudem hat m.E. Abraham diese Prüfung ziemlich verhauen, wenn er dieser Aufforderung tatsächlich versucht nachzukommen und mit blindem Gehorsam diese Aufforderung umzusetzen versucht. Und ehrlich gesagt, wieviel Unheil hat in der Menschheitsgeschichte bereits blinder Gehorsam verbreitet?! Denn blinder Gehorsam ohne das Einbeziehen des eigenen Gewissens ist oft nichts anderes als purer Wahnsinn.
Doch wenn der hebräische Originaltext genau betrachtet wird, steht dort bei der Aufforderung, die von Gott an Abraham geht, einzig und allein dass er mit Isaak hinaufsteigen soll auf einen heiligen Berg. Davon ihn als Opfer darzubringen, steht da rein gar nichts und ist anscheinend eine reine Interpretation durch Abraham.
Es ist m.E. ohnehin bedenklich, wie Abraham in dieser Geschichte seinen Sohn Isaak als sein Eigentum betrachtet und über ihn verfügt und sich sogar das Recht herausnimmt, das Leben von Isaak zu beenden.
Am Ende des Textes wird der Gehorsam von Abraham hervorgehoben, dass er Isaak Gott nicht vorenthielt. Doch was heisst das?
Meiner Meinung nach hat Abraham seinen Sohn Isaak Gott nicht vorenthalten, weil er ihm nichts angetan hat und sein Leben verschont hat. Erst indem er auf Gott hört und Isaak nichts antut, erweist er sich eigentlich erst als gehorsam nicht nur Gott gegenüber sondern auch gegenüber Isaak und dem Leben überhaupt, indem er nämlich sein Leben schützt und nicht antastet.
Denn aus meiner Sicht kann es nie und nimmer Gottes Absicht sein, Leben zu zerstören und Menschen auf die Probe zu stellen, indem sie sich und ihren Nächsten Unheil zufügen müssen. Ansonsten müssten wir uns tatsächlich fragen, was ist das für ein abscheulicher Gott.
Doch leider werden allzu oft auch erlittenes Unheil, Verlust von nahen Menschen, schwere Krankheiten und Schicksalschläge als genau solche Prüfungen durch Gott gesehen, als Wille Gottes.
Doch nochmal meine Frage: Was wäre dies für ein Gott? Und was tun wir mit einer solchen Sichtweise Gott selber an, indem wir ihm dies zutrauen? Und was tun wir damit den Menschen an, die tiefstes Leid ertragen müssen, und wir ihnen zu verstehen geben, dass ihr Leid eine Prüfung durch Gott ist?

Liebe Mitfeiernde
Leid zu ertragen, ohne gleich Antworten darauf bereit zu haben, ist gar nicht so einfach. Und tiefe Not stellt tatsächlich zunächst einmal vieles, wenn nicht sogar alles in Frage: das Leben, Gott und jeglichen Sinn.
Mit dieser Frage bzgl. Sinn und Leid haben die Menschen schon immer gerungen und tun es noch heute.

Ich denke, es ist eine grosse Herausforderung an uns, nicht mit fertigen Antworten Erfahrungen von Unrecht und Leid einfach erledigen zu können, sondern diese Situation auszuhalten und gemeinsam sich dafür einzusetzen, das zu tun, was wir können, um Leid und Unrecht zu verhindern.
Und ich denke, dass auch dies vielleicht auch etwas davon aufzeigen kann, wo Gott in all dem Leid steht. Denn ich glaube daran, dass Gott in der dunkelsten Stunde mit uns und bei uns ist und dies nicht als Verursacher des Leids oder uns auf die Probe stellender Gott. Nein, vielmehr als Gott, der mit uns mitleidet, der selber ohnmächtig ist aufgrund des Leids, das wir einander zufügen und erleben müssen.
Denn ich bin davon überzeugt, dass Gott nicht unser Leid will, sondern unser Heil, so wie er auch nicht den Tod von Isaak wollte.
Wie wir auch im gehörten Evangeliumstext vernommen haben, ist m.E. Gott darum bedacht, uns seine Liebe zukommen zu lassen. Und so wie er dies Jesus kundtat „Du bist mein geliebter Sohn“, bin ich überzeugt, dass er auch uns zusagt „Du bist meine geliebte Tochter, resp. mein geliebter Sohn.“

Liebe Mitfeiernde
Ich möchte Sie einladen, die Liebesbekundung Gottes mitzunehmen auf Ihrem Lebensweg, um von dieser Zusage auch in den dunkelsten Zeiten zehren zu können.
Und ich möchte uns ermutigen: lassen wir uns aufs Leben ein und versuchen wir nicht vorschnell Antworten zu finden.
Lassen wir uns vom Leben herausfordern im Wissen darum, dass wir nicht allein sind.
Begegnen wir dem Leid, dem Unrecht in der Welt, indem wir unsere Solidarität stärken und gemeinsam einstehen für mehr Gerechtigkeit.
Bleiben wir miteinander auf dem Weg, mit dem Vertrauen auf Gottes Dasein und Mitringen, um gemeinsam nach dem zu suchen, was uns trägt und heilsam ist.
Amen.

Gottes Mitleid (Predigt zur versuchten Opferung Isaaks, Gen 22,1ff.)

Nach diesen Ereignissen stellte Gott Abraham auf die Probe. Er sprach zu ihm: Abraham! Er antwortete: Hier bin ich. Gott sprach: Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du liebst, Isaak, geh in das Land Morija und bring ihn dort auf einem der Berge, den ich dir nenne, als Brandopfer dar. [Frühmorgens stand Abraham auf, sattelte seinen Esel, holte seine beiden Jungknechte und seinen Sohn Isaak, spaltete Holz zum Opfer und machte sich auf den Weg zu dem Ort, den ihm Gott genannt hatte. Als Abraham am dritten Tag aufblickte, sah er den Ort von weitem. Da sagte Abraham zu seinen Jungknechten: Bleibt mit dem Esel hier! Ich will mit dem Knaben hingehen und anbeten; dann kommen wir zu euch zurück. Abraham nahm das Holz für das Brandopfer und lud es seinem Sohn Isaak auf. Er selbst nahm das Feuer und das Messer in die Hand. So gingen beide miteinander.] Nach einer Weile sagte Isaak zu seinem Vater Abraham: Vater! Er antwortete: Ja, mein Sohn! Dann sagte Isaak: Hier ist Feuer und Holz. Wo aber ist das Lamm für das Brandopfer? Abraham entgegnete: Gott wird sich das Opferlamm aussuchen, mein Sohn. Und beide gingen miteinander weiter. Als sie an den Ort kamen, den ihm Gott genannt hatte, baute Abraham den Altar, schichtete das Holz auf, fesselte seinen Sohn Isaak und legte ihn auf den Altar, oben auf das Holz. Schon streckte Abraham seine Hand aus und nahm das Messer, um seinen Sohn zu schlachten. Da rief ihm der Engel des Herrn vom Himmel her zu: Abraham, Abraham! Er antwortete: Hier bin ich. Jener sprach: Streck deine Hand nicht gegen den Knaben aus und tu ihm nichts zuleide! Denn jetzt weiß ich, dass du Gott fürchtest; du hast mir deinen einzigen Sohn nicht vorenthalten. Als Abraham aufschaute, sah er: Ein Widder hatte sich hinter ihm mit seinen Hörnern im Gestrüpp verfangen. Abraham ging hin, nahm den Widder und brachte ihn statt seines Sohnes als Brandopfer dar. [Abraham nannte jenen Ort Jahwe-Jire – der Herr sieht -, wie man noch heute sagt: Auf dem Berg lässt sich der Herr sehen.] Der Engel des Herrn rief Abraham zum zweiten Mal vom Himmel her zu und sprach: Ich habe bei mir geschworen – Spruch des Herrn: Weil du das getan hast und deinen einzigen Sohn mir nicht vorenthalten hast, will ich dir Segen schenken in Fülle und deine Nachkommen zahlreich machen wie die Sterne am Himmel und den Sand am Meeresstrand. Deine Nachkommen sollen das Tor ihrer Feinde einnehmen. Segnen sollen sich mit deinen Nachkommen alle Völker der Erde, weil du auf meine Stimme gehört hast. Gen 22, 1-2.9a.10-13.15-18

Liebe Mitfeiernde

Wenn es einen Bibeltext gibt, der mich schon immer geschockt hat, dann ist es die Geschichte von Abrahams versuchter Opferung seines Sohnes Isaak.

Wenn wir in dieser Geschichte die Position von Isaak einnehmen, so muss es wie der blanke Horror sein, vom eigenen Vater ohne Vorwarnung auf den Scheiterhaufen gebunden zu werden und mitansehen zu müssen wie der Vater mit dem Dolch ausholt, um zu zu stechen.

Klar, wir können diese Geschichte als Zeichen der Opferbereitschaft von Abraham und als Akt des Gehorsams sehen. Doch um welchen Preis?!

Und wenn wir ehrlich sind, hat in der Geschichte blinder Gehorsam schon viel Schreckliches angerichtet.

Ich behaupte daher: Gehorsam, ohne den eigenen Verstand, das eigene Gewissen und die eigene Gefühlswelt miteinzubeziehen, ist oft nichts anderes als purer Wahnsinn.

Eigentlich ist diese Opferung Isaaks eine Geschichte, die nicht aufgeht, so wie oft auch das Leben. Und so gibt es im gehörten Text auch viele Ungereimtheiten, Widersprüche und auch Übersetzungsfehler.

Gleich zu Beginn heisst es in der Lesung, dass Gott Abraham auf die Probe stellt, resp. in anderen Übersetzungen heisst es, dass Gott Abraham in Versuchung führt.
Doch hier finden wir einen Widerspruch zu einer Aussage im Jakobusbrief, in dem es heisst, dass Gott niemanden in Versuchung führe.

Beim hebr. Wort „‘olah“, das als „Brandopfer darbringen“ übersetzt wurde, würde die genau Übersetzung eigentlich „das Aufsteigende“ meinen und steht für das pilgernde Hinausfsteigen an einen heiligen Ort, wie z.B. Jerusalem. Von Töten ist also hier überhaupt nicht die Rede. Sondern vielmehr interpretiert dies Abraham so.

Interessant ist ebenso, dass am Ende der Geschichte davon gesprochen wird, dass Abraham zu den Knechten zurückkehrt, Isaak wird dort gar nicht mehr erwähnt, obwohl sie zusammen auf den Berg hochgegangen sind.

Es gibt also einige Unstimmigkeiten, Widersprüchlichkeiten und Ungereimtheiten.

Ebenso unstimmig ist auch, dass Abraham über Isaak verfügt, als ob er sein Eigentum sei. Peter Knaur, ein Jesuitenpater, meint dazu, dass darum eher der wahre Gehorsam Abrahams war, Isaak nicht zu töten und nicht über ihn zu verfügen, sondern ihn in der Obhut Gottes zu sehen. Darum auch der Satz „Ich weiss, Du hast mir Deinen Sohn nicht vorenthalten.“

Klar ist, es gibt so viele Erklärungsversuche dieser Geschichte. Aber vieles bleibt ungereimt, widersprüchlich und unstimmig.

Man könnte behaupten: Dieser Text ist wie das Leben und wie die Erfahrung von Leid.

Denn diese Geschichte ist in erster Linie nicht die Beschreibung einer historischen Gegebenheit, sondern vielmehr eine Auseinandersetzung mit Erfahrungen von Leid, die das Volk Israel und die Schriftsteller des Textes gemacht haben.

So ist die Geschichte von Abraham und Isaak vor allem eine Art der Auseinandersetzung mit erfahrenem Leid. Ein Verlust eines Menschen, eine schwere Krankheit, Verzweiflung, ein herber Schicksalschlag – all dies kann uns enorm durcheinanderwerfen und aufwühlen. Und alles kann dadurch in Frage gestellt werden: das Leben, Gott und jeglicher Sinn.

Oft ist es dabei so, dass Menschen ein erfahrenes Leid, eine Krankheit oder einen Schicksalsschlag als Prüfung durch Gott ansehen, so wie Abraham geprüft wurde oder auch Hiob. Und oft wird eine solche Erfahrung als Wille Gottes dargestellt.

Doch wie kann all dieses Leid Wille Gottes sein? Und ist es fair, für alles erfahrene Leid Gott verantwortlich zu machen? Was wäre dies für ein Gott?

Und vor allem: Was tun wir mit dieser Sichtweise den Menschen an, die solch grosses Leid erfahren mussten? Ist es nicht wie ein Nachtreten auf einen am-Boden-liegenden Menschen? Ist es nicht wie eine Ohrfeige für einen bereits schon von Leid gezeichneten?

Elie Wiesel, ein jüdischer Journalist, beschreibt in seinen Büchern das grosse Leid, das im 2.WK den Juden angetan wurde und er selber erlitten hat. Er setzt sich auch mit der Frage nach Gott auseinander mitten in der Erfahrung von zum himmel-schreienden Unrecht in einem KZ.

Im Buch „Die Nacht zu begraben, Elischa“ beschreibt Elie Wiesel, wie er in tiefster Not, im KZ, mitansehen musste, wie drei Personen erhängt wurden, und wie jemand darauf fragte: „Wo ist Gott?“ Und er hörte eine Stimme in sich antworten: „Wo er ist? Dort – dort hängt er, am Galgen …“

Ich finde, dass genau dieses traurige Bild trotz allem ein kleines Stück Hoffnung enthält: Nämlich im Wissen darum, dass Gott in der dunkelsten Stunde mitdabei ist und dies nicht als Verursacher des Leids oder uns auf die Probe stellender Gott. Nein, vielmehr als Gott, der mit uns mitleidet, der selber ohnmächtig ist aufgrund des Leids, das wir einander zufügen und erleben müssen.
Denn ich bin davon überzeugt, dass Gott nicht unser Leid will.
Sondern, wie wir auch im gehörten Evangeliumstext (Mk 9,2-10) vernommen haben, ist m.E. Gott darum bedacht, uns seine Liebe zukommen zu lassen. Und so wie er dies Jesus kund tat „Du bist mein geliebter Sohn“, bin ich überzeugt, dass er auch uns zusagt „Du bist meine geliebte Tochter, resp. mein geliebter Sohn.“

Was können wir nun aus der Auseinandersetzung mit dieser Geschichte um Isaaks Opferung für uns mitnehmen?

Einerseits denke ich, dass uns damit gezeigt wird, dass das Ringen um Antworten im Zusammenhang mit erfahrenem Leid wohl nie beendet sein wird. Und ich bin überzeugt, dass sie ein Fragezeichen bleiben wird und sich in diesem Ringen keine Lösung ergibt. Ich glaube aber daran, dass Gott uns in diesem Ringen nicht alleine lässt.
Und ich bin der Überzeugung, dass Gott nie und nimmer unser Leid will, unseren Tod oder unser Zugrund-Gehen, sondern unser Heil.

Und schliesslich ist die Opferung Isaaks auch eine Auseinandersetzung mit dem Thema „Gehorsam“. Auch hier gäbe es viele Aspekte, die besprochen werden könnten, z.B.: welche Stimmen sind Stimmen Gottes, wie vernehmen wir sie, wie können wir unterscheiden, usw.

Was ich aber m.E. wichtig finde in diesem Zusammenhang ist, dass Gehorsam um jeden Preis mit Ausschluss des eigenen Verstands, des eigenen Gewissens und der Empathie zerstörerisch sein kann und kein Geniestreich, sondern oft purer Wahnsinn.
Gehorsam sollte vielmehr vor allem ein Hören sein aufeinander, auf die Stimme des Gewissens, die Intuition und den eigenen Verstand und ein dialogisches Suchen nach dem, was für den Menschen zum Heil führt.

Liebe Mitfeiernde

Ich möchte Sie einladen, die Liebesbekundung Gottes mitzunehmen auf Ihrem Lebensweg, um von dieser Zusage auch in den dunkelsten Zeiten zehren zu können.

Und ich möchte uns alle ermutigen: lassen wir uns aufs Leben ein und versuchen wir nicht vorschnell Antworten zu finden.

Lassen wir uns vom Leben herausfordern im Wissen darum, dass wir nicht allein sind.

Begegnen wir dem Leid, dem Unrecht in der Welt, indem wir unsere Solidarität stärken und gemeinsam einstehen für mehr Gerechtigkeit.

Bleiben wir miteinander auf dem Weg, mit dem Vertrauen auf Gottes Dasein und Mitringen, um gemeinsam nach dem zu suchen, was uns trägt und heilsam ist.
Amen.

Beziehungen und Vertrauen (Predigt zu Mt 25,14-30)

Ich weiss nicht, wie es Ihnen mit dem Evangelium von heute (Mt 25,14-30) geht. Aber ich finde es ziemlich provokativ.

Es mag alles von aussen betrachtet logisch und klar erscheinen. Derjenige, der seine Gaben optimal investiert und eingesetzt hat, mit so viel Einsatz wie wir von der Frau im Buch der Sprüche gehört haben, wird seinen Lohn erhalten. Er hat es richtig gemacht. Doch derjenige, der auf Nummer sicher geht, und nichts aus seinen Gaben macht und sie nicht erweitert, wird verstossen in die Finsternis.

Dem, wer hat, dem wird gegeben, dem, der wenig hat, dem wird auch dieses Wenige noch genommen werden.

Wenn wir dies als Faktum, als Tatsache ansehen, hat es durchaus einige Aspekte, die wir im Alltag wiederfinden:

Wer sich einsetzt, seine Fähigkeiten und Gaben ausbaut, wer in etwas investiert, wird wohl in den meisten Fällen immer wieder Bereicherung erfahren und natürlich auch einen Zugewinn an weiteren Fähigkeiten, was sich schliesslich wie eine positive Spirale nach oben äussern wird.

Im Gegensatz dazu, wer aus Angst und mangelndem Vertrauen in andere und sich selber, seine Fähigkeiten und Möglichkeiten zurückhält und sein eigenes Licht damit unter den Scheffel stellt, seine Talente verbuddelt, wird wohl eher in einen Teufelkreis geraten und einen weiteren Zuwachs an Angst und einen zunehmenden Verlust von Vertrauen, Fähigkeiten und Möglichkeiten in Kauf nehmen müssen.

Wir könnten aus dieser Erkenntnis nun sagen, dass damit klar ist, dass wir uns darum bemühen müssen, uns möglichst mit Haut und Haar für die Werte, die Jesus gelebt hat, einzusetzen. Und das ist sicher auch richtig.

Doch ich persönlich sehe im Gleichnis noch weitere Aspekte, die m.E. stärker ins Zentrum rücken sollten.

Schauen wir doch mal die Beziehungsebene des Gleichnisses an.

Ich habe nämlich Mitleid mit dem Knecht, der am Ende leer ausgeht, als nichtsnutzig bezeichnet wird und in die Finsternis abgestossen wird.

Sie fragen sich vielleicht: Warum denn? Oder vielleicht geht es Ihnen genauso wie mir.

Wenn ich die Beziehung zwischen dem Herrn und dem Knecht, der nur ein Talent erhalten hat, betrachte, fällt mir auf, dass diese Beziehung von mangelndem Zutrauen, Misstrauen und Angst geprägt ist. Der Herr traut diesem Knecht nur wenig zu, denn er gibt ihm nur ein Talent entsprechend seiner Fähigkeit, resp. entsprechend dem, wie der Herr die Fähigkeiten des Knechts einschätzt. Dabei traut er offensichtlich diesem Knecht am wenigsten zu.

Der Knecht wiederum spürt dieses mangelnde Zutrauen und ist ausserdem in Bezug auf seinen Herrn von Angst erfüllt.

Doch all dies führt zu einem Teufelskreis: Das geringe Zutrauen des Herrn führt beim Knecht dazu, dass er auch in sich selber kein Vertrauen setzt und sich nicht zutraut, aus dem anvertrauten Talent etwas machen, resp. es vermehren zu können. Sein Verhalten ist von Angst geprägt. Und Angst führt dazu, dass er auf Nummer sicher gehen will und darum das Geld vergräbt.

Der Ort der Finsternis, an den er am Schluss verbannt werden soll, ist eigentlich nichts anderes als der Ort, an dem er ja eigentlich schon ist. Denn, was ist die pure Angst und die Abwesenheit von Vertrauen anderes als ein Ort, resp. ein Zustand der Finsternis?!

Und dass dieser Knecht am Ende auch noch seinen letzten Groschen abgeben muss, zeigt m.E. auf, was leider aus einem solchen zerrütteten Verhältnis, einer solchen Beziehung von mangelndem Vertrauen entsteht. Denn Angst und fehlendes Selbstvertrauen, das die Folge davon ist, führt dazu, dass uns am Schluss nichts mehr bleibt. Alles hüllt sich einerseits in Dunkelheit und andererseits glauben wir, dass wir nichts können und keine Fähigkeiten oder Gaben in uns tragen. Wir halten uns in einer solchen finstere Situation für ein absolutes Nichts.

Doch was kann uns diese Feststellung nun sagen?

Meist wird der Herr im Gleichnis mit Gott oder Jesus gleichgesetzt. Doch ich sehe dies etwas anders. Denn ich glaube daran, dass Gott und auch Jesus in uns sein ganzes Vertrauen setzt, dass er uns allen mehr zutraut als wir uns selber und dass er daran glaubt, dass wir mit unseren Fähigkeiten zu einer Welt beitragen können, die von Liebe, Respekt und gegenseitigem Vertrauen geprägt ist.

Somit zeigt m.E. dieses Gleichnis auch auf, wie es eher nicht sein sollte. Es zeigt auf, wie Beziehungen krank machen und zermürbend sein können. Und manchmal wird es wohl auch bedeuten, so schmerzlich es auch ist, dass wir zerrüttete, angsterfüllte und von Misstrauen geprägte Beziehungen loslassen müssen.

Ausserdem ist dieses Gleichnis aus meiner Sicht eine Aufforderung an uns, dass wir darum bemüht sind, an ermutigenden Beziehungen zu bauen, die von Zutrauen, Vertrauen und Liebe geprägt sind, und in denen Angst keinen Raum erhalten.

Mit diesen Bedingungen können wir mithelfen, dass niemand zum nichtsnutzigen Knecht wird und sich in einem Zustand der Finsternis und Angst aufhalten muss.

Und wer weiss, vielleicht gelingt es uns sogar, dass überhaupt niemand Knecht sein muss, sondern dass wir gleichberechtigte Partner sind, die sich gegenseitig ermutigen, die eigenen Fähigkeiten zu entdecken und füreinander einzusetzen.

Ganz im Sinn von Jesus, der im Johannesevangelium zu seinen Jüngern sagt: „Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt.“